| 1732 | Beginn der Missionstätigkeit der Evangelischen Brüder-Unität (Herrnhuter Mission) |
| 1740 | Sammeln erster völkerkundlicher Objekte durch Herrnhuter Missionare nachweisbar (Ceylon) |
| 1758 | Erwähnung eines Naturalienkabinetts als frühe museale Sammlung am Theologischen Seminar der Brüder-Unität in Barby (Sachsen-Anhalt) |
| 1774 | "Kurze Anweisung Naturalien zu samlen" von Johann Jakob Bossart, dem Betreuer des Naturalienkabinetts, in Barby gedruckt; eine der ersten Sammelinstruktionen in deutscher Sprache |
| 1775 | Bossart verfasst den "Catalogus der Kunstsachen", das Bestandsverzeichnis für völkerkundliche Objekte im Naturalienkabinett |
| 1781 | 106 Objekte von Cooks dritter Reise gelangen in den Bestand |
| 1809 | das Naturalienkabinett wird von Barby nach Niesky (Oberlausitz) verlegt und dort 1810 geöffnet, es ist damit eines der ersten öffentlichen Museen in der Oberlausitz |
| 1878 | Fotografie Bernhard Kinne Gründung des "Museum-Vereins Herrnhut" auf Initiative des Apothekers Bernhard Kinne Anlage eines "historischen, ethnographischen und naturgeschichtlichen Museums" in Herrnhut nach dem Vorbild des Museums in Niesky |
| 1880 | Aufruf zum Sammeln für das Museum an die Missionare der Brüder-Unität |
| 1881 und 1882 | Vergrößerung der Ausstellungsfläche |
| 1883 | Museum-Verein juristisch registriert, Statuten des Vereins in gedruckter Form, Bernhard Kinne Vorsitzender des Vereins |
| 1891 | Zweiter Sammelaufruf, erneute Vergrößerung der Ausstellung, gedruckter Führer durch das Museum |
| 1896 | Umgestaltung der Ausstellung |
| 1898 | bearbeitete Neuauflage des Ausstellungsführers |
| 1900/01 | Foto der Dauerausstellung, 1960 Das Museumsgebäude, Foto nach einer Postkarte von 1Errichtung eines eigenen Museumsgebäudes, Eröffnung der ersten Ausstellung im neuen Haus |
| 1909 bis 1911 | Erarbeitung eines Katalogsystems Änderung der Museumsbezeichnung in "Ethnographisches Museum" |
| 1920 | Umbenennung in "Völkerkundliches Museum" |
| 1926 | Übernahme einer Sammlung aus der Knabenanstalt der Brüder-Unität Kleinwelka |
| 1933 | Umbenennung in "Völkerkundliches Missions-Museum" |
| 1946 | Auflösung des Museum-Vereins und Umbenennung in "Völkerkundemuseum" |
| 1947 | Übernahme von geretteten Objekten des durch Kriegseinwirkungen stark geschädigten Museums in Niesky |
| 1948 | Museum kommt in Rechtsträgerschaft der Kommunalverwaltung der Stadt Herrnhut |
| 1959 bis 1962 | Erneuerung des Katalogsystems |
| 1964 | Foto der Dauerausstellung, eingerichtet 1964Umgestaltung der Dauerausstellung und Profilierung der Sammlung, Einrichtung einer Studiensammlung (Depot) |
| 1971 | Teilsanierung des Museumsgebäudes |
| 1975 | Angliederung als Außenstelle an das Staatliche Museum für Völkerkunde Dresden |
| 1976 bis 1978 | Neuinventarisierung und -katalogisierung, Einrichtung externer Depoträume, Beginn der Erweiterung von Bibliothek und Bildsammlung sowie Aufbau weiterer Sammlungsbereiche |
| 1978 | Neugestaltung der Dauerausstellung anlässlich des 100 jährigen Bestehens des Museums, Katalog zur Ausstellung |
| seit 1985 | regelmäßige Sonderausstellungen |
| 1987 | internationales Kolloquium zum Thema "Wissenschaftsgeschichte und gegenwärtige Forschungen in Nordwest-Indien" |
| 1989 | Nachweis einer ethnographischen Sammlung von den Reisen des englischen Kapitäns James Cook |
| 1991 | das Museum wird als Außenstelle des Staatlichen Museums für Völkerkunde Dresden dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst unterstellt; Gründung des Freundeskreises Völkerkundemuseum Herrnhut e.V. |
| 1993/94 | Errichtung eines Erweiterungsbaus mit Sonderausstellungsraum |
| 1998 bis 2003 | schrittweise Grundsanierung des Gebäudes |
| 2000 | Umzug der Studiensammlung in größere Depoträume |
| 2003 | neue Dauerausstellung mit dem Titel "Ethnographie und Herrnhuter Mission", Eröffnung anlässlich des 125 jährigen Bestehens des Museums, umfassender Katalog zur Ausstellung |
| 2004 | das Museum für Völkerkunde zu Leipzig und das Museum für Völkerkunde Dresden mit der Außenstelle Völkerkundemuseum Herrnhut fusionieren zu den Staatlichen Ethnographischen Sammlungen Sachsen |